Die Badischen Hallenmeisterschaften sind als erste Standbestimmung nach dem Wintertraining immer ziemlich spannend. Leider waren die Wettbewerbe durchweg schlecht besetzt, was aber die Motivation und Chance auf eine Medaille nur erhöhte.
Conner Grosche M U20 trat im letzten Rennen des Tages über die 1500m an aber vorher lief er sich bei leichtem Nieselregen draußen auf der blauen Tartanbahn ein – dafür ist in der Leichtathletikhalle des Olympiastützpunktes Mannheim einfach zu wenig Platz – Gymnastik, Koordination und Läufe kann man dann gut im Sprintschlauch der Halle absolvieren.
Bei den Koordinationsübungen fingen allerdings leichte Magenprobleme an, so dass wir bei der Vorbereitung auf weitere Sprungvarianten verzichteten und nur noch Läufe machten.
Danach gingen wir in aller Ruhe zum Sammelplatz, bei dem sich auch die anderen fünf Athleten der U18 und U20 einfanden.
Der Start erfolgte pünktlich und Conner ging an die zweite Position. Das Anfangstempo war allerdings sehr hoch, dennoch setzte sich der erste Läufer ein Stück ab, so dass Conner alleine laufen musste. In der Mitte des Rennens überholten ihn dann drei Läufer, so dass er an die fünfte Stelle zurückfiel. Er konnte das Tempo der Gruppe dann aber sehr gut mitgehen und sogar wieder einen Läufer überholen.
Am Ende wurde er Gesamtvierter und Erster in der Altersklasse U20, was für Conner bei der Siegerehrung die erste Goldmedaille und den Titel Badischer Meister bedeutete. Als Trainerin freute mich aber noch mehr, dass er mit 4:30,84 min. eine neue, persönliche Bestzeit aufstellte. Das Training hat sich also ausgezahlt – so kann’s weitergehen.
Und am Ende, als wir schon beim Gehen waren und die Halle fast schon geleert, gab es ein weiteres Highlight. Conner erkannte nämlich Owen Ansah, den schnellsten, deutschen Sprinter, der sich mit seiner Trainingsgruppe in der Leichtathletikhalle aufwärmte. Conner sprach ihn an und Owen machte sehr gerne ein Erinnerungsfoto.
Da hat sich die lange Fahrt nach Mannheim ja gleich mehrfach gelohnt.
Bericht Uli Kromer



